◆ DIE SALZSENDER VON TRAUNSTEIN ◆

Ein Handelsspiel aus dem Chiemgau · Anno Domini 1525–1587 · im Geiste der „Fugger“

Anno 1525. Unruhige Zeiten: Im Salzburgischen toben Bauernkrieg und Aufruhr, und eben erst sind bewaffnete Bauernhaufen in Traunstein eingezogen. Doch die Stadt bleibt, was sie seit 1275 ist: Wächterin der Salzstraße. Alles Salz aus Reichenhall muß hier niedergelegt, gelagert und weiterverkauft werden – das Umfahren des Stapelplatzes ist bei hoher Strafe verboten. Wer das Weiße Gold bewegt, heißt Salzsender und gehört zu den reichsten Bürgern der Stadt.

Vier Salzsender-Familien ringen um Reichtum, Ansehen und Ämter – jede kann von einem Menschen oder vom Rechenknecht (KI) geführt werden. Ihr kauft und verkauft auf denselben Märkten: Wer viel kauft, treibt den Preis in Reichenhall hoch; wer einen Markt flutet, drückt ihn. Mit Intrigen schädigt ihr einander, mit Ämtern gewinnt ihr echte Macht – vom Stapelrecht des Äußeren Rats bis zur Marktsperre des Bürgermeisters. Wem das Geld ausgeht, dem hilft der Wechsler – gegen Zins. Kaufbare Betriebe (die drei urkundlich belegten Mühlen, Brauhaus, Wirtshaus) bringen sichere Erträge – solange kein Brandstifter kommt. Wer bei einer Intrige erwischt wird, landet vor dem Pfleggericht des Hans von Schaumburg. Und merkt euch: Die Familien vergessen nicht, wer ihnen übel mitgespielt hat.

Über Recht und Ordnung wacht der herzogliche Pfleger Hans von Schaumburg auf seinem Schloss Neugereut – wer sein Wohlwollen besitzt, reist mit Geleitbrief sicherer über die Salzstraße.

Doch die Zeit läuft: Anno 1587 wird Herzog Wilhelm V. den Salzhandel verstaatlichen. Dann wird abgerechnet.